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Ratgeber · zuletzt geprüft am 20. Oktober 2026 · von Dietmar Harb

PHP 8.2: Sicherheitsupdates enden am 31.12.2026 – was Website-Betreiber jetzt tun

Am 31. Dezember 2026 endet die Pflege von PHP 8.2. PHP ist die Technik, auf der WordPress und viele andere Websites laufen. Danach gibt es für diese Version keine Sicherheitsupdates mehr.

Hier steht, was das Datum bedeutet, wie Sie in wenigen Minuten herausfinden, ob Ihre Website betroffen ist, und wie Sie die Umstellung angehen, damit Ihre Website dabei möglichst nicht ausfällt.

Was am 31. Dezember 2026 mit PHP 8.2 passiert

Ihre Website läuft am 1. Jänner weiter. Was sich ändert: Wird nach diesem Tag eine Sicherheitslücke in PHP 8.2 gefunden, wird sie nicht mehr geschlossen. Die Website ist dann angreifbar, ohne dass ein Update hilft, und das Risiko wächst mit jedem Monat.

Ältere Versionen als 8.2 bekommen schon heute keine Sicherheitsupdates mehr. Läuft Ihre Website auf einer davon, sollten Sie jetzt umstellen.

PHP-Version Sicherheitsupdates bis
8.2 31.12.2026
8.3 31.12.2027
8.4 31.12.2028
8.5 31.12.2029

Quelle: php.net, unterstützte Versionen, abgerufen am 16.10.2026.

Was PHP mit Ihrer Website zu tun hat

PHP ist die Programmiersprache, in der WordPress und seine Plugins geschrieben sind. Sie läuft auf dem Server Ihres Hosters. Sie haben PHP nie selbst installiert, aber Ihre Website hängt daran. Welche Version verwendet wird, legt der Hoster fest, oder Sie wählen sie bei vielen Hosting-Paketen selbst. Die PHP-Version ist damit ein Teil der Wartung wie die Updates für WordPress und Plugins; was zur WordPress-Wartung sonst gehört, steht in einem eigenen Ratgeber.

So sehen Sie, welche PHP-Version Ihre Website nutzt

In WordPress

Melden Sie sich als Administrator an und öffnen Sie Werkzeuge → Website-Zustand. Im Reiter Bericht finden Sie den Abschnitt Server, darin die Zeile PHP-Version. Im Reiter Status meldet WordPress außerdem selbst, wenn die Version veraltet ist und keine Sicherheitsaktualisierungen mehr erhält. Bei veralteten Versionen zeigt WordPress zusätzlich im Dashboard einen Hinweis, je nach Version „PHP-Aktualisierung empfohlen“ oder „PHP-Update erforderlich“.

In Plesk oder einer anderen Hosting-Oberfläche

Wenn Ihr Hoster Plesk verwendet, finden Sie die Version in Plesk bei der Website unter den PHP-Einstellungen. Bei anderen Oberflächen heißt der Bereich ähnlich. Dort können Sie die Version meist auch selbst umstellen. Wichtig: Dass eine Version noch zur Auswahl steht, heißt nicht, dass sie noch gepflegt wird. Wählen Sie nur eine Version aus der Tabelle oben.

Ohne Zugang

Wenn Sie weder in WordPress noch beim Hoster selbst nachsehen können, fragen Sie Ihren Hoster oder Ihren Webdesigner. Diese Frage können Sie so übernehmen: „Mit welcher PHP-Version läuft unsere Website, und bis wann bekommt sie Sicherheitsupdates?“

Welche Version die richtige ist

WordPress empfiehlt PHP 8.3 oder neuer (Anforderungen von WordPress). Läuft Ihre Website auf 8.2 oder älter, ist das deshalb das Ziel: PHP 8.3 oder neuer.

  • PHP 8.4 ist eine gute Wahl, wenn Theme und Plugins sie vertragen. Sie bekommt Sicherheitsupdates bis Ende 2028. Bis zur nächsten Umstellung haben Sie also rund zwei Jahre Zeit.
  • PHP 8.3 ist der kleinere Schritt. Sie wird bis Ende 2027 gepflegt; dann steht die nächste Umstellung an.
  • PHP 8.5 ist möglich, aber noch jung. Bei Websites mit vielen älteren Plugins ist 8.4 der sicherere Schritt.

Sehen Sie vorher bei Ihrem Hoster nach, welche Versionen er anbietet. Und rechnen Sie damit: Ein Sprung von 7.4 auf 8.4 ist deutlich größer als einer von 8.2 auf 8.3 und braucht mehr Zeit zum Testen.

Umstellen in vier Schritten

Eine neue PHP-Version ist für Ihre Website ein Update wie jedes andere. Sie braucht dieselbe Sorgfalt: vorher sichern, zuerst in einer Kopie testen, dann umstellen.

  1. Sicherung anlegen, die sich zurückspielen lässt. Dateien und Datenbank, an einem Ort außerhalb des Servers. Ob eine Sicherung etwas taugt, zeigt erst das Zurückspielen; wie Sie prüfen, ob sich eine Sicherung zurückspielen lässt, steht im Ratgeber dazu.
  2. Alles aktualisieren, was geht. WordPress, Theme und Plugins auf den neuesten Stand bringen. Oft verschwinden Fehler mit einer neuen PHP-Version schon mit dem aktuellen Plugin. Sehen Sie im Plugin-Verzeichnis von WordPress bei jedem Plugin nach, welche PHP-Version es mindestens braucht und wann es zuletzt aktualisiert wurde. Ein Plugin, das seit Jahren kein Update bekommen hat, ist ein Warnzeichen.
  3. Zuerst in einer Testkopie umstellen. Eine Testkopie (oft „Staging“ genannt) ist eine Kopie Ihrer Website unter einer eigenen Adresse, die Besucher nicht sehen. Viele Hoster bieten dafür eine Kopierfunktion an. Stellen Sie dort die neue PHP-Version ein und klicken Sie durch, was wichtig ist: Startseite, Kontaktformular, Shop, Buchung, Anmeldung. Sehen Sie auch ins Fehlerprotokoll Ihres Hosters; dort stehen Warnungen, die auf der Seite selbst nicht auffallen.
  4. Erst dann die echte Website umstellen und dieselben Seiten noch einmal prüfen. Stimmt etwas nicht, stellen Sie die alte Version wieder ein und suchen den Fehler in Ruhe in der Testkopie.

Wenn alles Wichtige vorher in der Kopie getestet ist, merken Ihre Besucher von der Umstellung meist nichts.

Wenn ein Plugin oder das Theme nicht mitkommt

Dann gibt es drei Wege: ein Update beim Hersteller, ein anderes Plugin, das dieselbe Aufgabe erfüllt, oder eine Anpassung durch einen Entwickler. Was keine Lösung ist: auf der alten Version bleiben, weil die Website ja läuft. Das verschiebt das Problem nur, und mit jedem Jahr wird der Schritt größer.

Wenn die Website zu alt ist

Sehr alte Themes, alte Seitenbaukästen oder selbst programmierte Websites, die noch auf PHP 5.6 oder 7.x laufen, lassen sich oft nicht mehr umstellen, ohne dass etwas bricht. Dann kostet das Reparieren oft mehr als ein Neuaufbau. Ob Sie eine alte Website modernisieren oder neu bauen sollten, erklärt ein eigener Ratgeber. Und wenn Ihre Website nicht mit WordPress gebaut ist: Wir können Ihre alte Website zum Festpreis auf WordPress umstellen, mit Ihren Texten und Bildern.

Kurz zusammengefasst

  • PHP-Version nachsehen: in WordPress unter Werkzeuge → Website-Zustand → Bericht.
  • Ist es 8.2, bis Jahresende umstellen; ist es älter, jetzt.
  • Vorher eine Sicherung anlegen und prüfen, ob sie sich zurückspielen lässt.
  • In einer Testkopie umstellen und die wichtigsten Seiten testen, erst dann bei der echten Website.
  • Ziel: PHP 8.3 oder neuer; wenn Theme und Plugins es vertragen, gleich 8.4.

Sie möchten sich darum nicht selbst kümmern? Mit Betreut, unserer laufenden Website-Betreuung, halten wir WordPress, Theme und Plugins aktuell, spielen jedes Update zuerst in einer Testkopie ein und prüfen jeden Monat, ob sich Ihre Sicherung zurückspielen lässt. Damit ist auch eine PHP-Umstellung gut vorbereitet. Für Unternehmen ab 29 € im Monat zzgl. USt., monatlich kündbar. Wenn Sie beim Umstellen Hilfe brauchen, melden Sie sich bei uns.

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